Jedes Haus, und sei es noch so ein unbedeutendes, hat eine Geschichte, ist voll mit Erinnerungen, Funktionen, Menschen, Dingen. Eine Blaupause für menschliches Leben, die gefüllt wurde mit Alltag, Küche und Teppichboden. Wenn auch oft unbeachtet, steht es fest in unserem Alltag, auf unserem täglichen Leben, bietet uns unbemerkt Kontinuität und Orientierung. Wir bemerken es erst, wenn es weg ist, stehen staunend vor den Löchern in der Welt, mal gleichgültig, mal wütend, weil wir nicht einmal gefragt wurden, ob es uns nicht stört, dieses Loch in unserer ganz persönlichen Welt. 

Songs about places bietet die Möglichkeit, Abschied von Häusern zu nehmen. Abschied von den Häusern, die uns jahrelang umgeben haben und die nun bald nicht mehr da sind. Abschied von Häusern, die zum Abriss freigegeben wurden.

Dafür gestaltet das Theaterkollektiv Bum Bum Pieces eine musikalische Abschiedsfeier zu Ehren des jeweiligen Hauses, ein Totengesang mit Geschichten über das Haus und seine Bewohner*innen, welche zuvor in einem Rechercheprozess gemeinsam mit Menschen aus der Umgebung gesucht wurden. Ein gemeinsames Innehalten, um dem kleinen Stück Welt, sei es nun groß und wichtig oder ganz klein und unbemerkt, etwas Bedeutung zu schenken. 

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Demnächst:

Songs about Places: Der alte Stadtsaal
30. Oktober 2022 | 17:30 Uhr | Premiere
09. November 2022 | 18:00 Uhr 
10. | 11. November 2022 | 10:00 Uhr und 18:30 Uhr

WO:
Treffpunkt | beim Stadtsaal, Keplerstraße 8, 4070 Eferding, Oberösterreich
Aufführung | Schloss Starhemberg, Ahnensaal

Im Rahmen der communale

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Bisherige Abschiedsabende:

Das Stieglitzhaus
Klederingerstraße 160, 1100 Wien

Das Martinshaus
Anton-Bosch-Gasse 22, 1210 Wien

Das Haus der höheren Studien
Stumpergasse 56, 1060 Wien

Das Werkshaus am Mühlgang
Karlauerstraße 46, 8020 Graz


Beteiligte
Konzept: Bum Bum Pieces (Simon Windisch und Nora Winkler)
Regie: Simon Windisch
Research und Dramaturgie: Miriam Schmid
Research-Assistenz: Alexander Wychodil
Kostüm&Ausstattung: Rosa Wallbrecher
Komposition: Robert Lepenik
Mit: Martin Brachvogel, Nora Winkler, Robert Lepenik
Produktion: Siglind Güttler, Bernhard Werschnak
Regieassistenz: Carmen Schabler
Fotos: Clemens Nestroy